So läuft unser Tag im Josefstal

(Ein Beispiel für die meiste Zeit des Jahres)

7.30 bis 8.30 Uhr: Bringzeit

Morgens trudeln die kleinen Baumhirten zwischen 7.30 und 8.30 Uhr ein. Bis zum Ende der Bringzeit spielen die Kinder auf dem Gelände. Sie heben Schätze im Sandkasten, stechen mit dem Piratenboot auf hohe See, versinken in Büchern oder kicken noch eine Runde. Ganz wichtig in unserem Kindergarten: Pünktlichkeit. Denn nach dem Ende der Bringzeit starten das Team und die Kinder zeitig in den Wald.

ca. 8.35 Uhr: Auf geht's in den Wald

Ist die Bringzeit zu Ende, geht es los: Die kleinen Baumhirten schnappen ihre Rucksäcke und auf geht es in den Wald. Jeden Tag besuchen die Kinder einen anderen unserer Waldplätze. Wohin es geht, entscheiden reihum die Kinder selbst. Im Bollerwagen haben unsere Pädagogen alles dabei, was sie und die Kinder für den Tag brauchen: vom Wasserkanister, einer Wäscheleine zum Handtücher aufhängen bis zur Morgenkreiskiste und Material für den Tag, wie Seile oder Bücher, ist alles an Bord. Sollten die Wege mal zu lang oder anstrengend sein, steht für die kleinsten Baumhirten ein Kinderwagen mit zwei Sitzen zur Verfügung. Hier können sie zwischendurch verschnaufen. Schon der Weg zum Waldplatz ist spannend. Wie ist das Wetter? Was hören wir? Was sehen wir? Mal ist die Strecke flach, mal steil. Unterwegs gibt es sogenannte "Haltestellen", die alle Kinder kennen. Das sind Stellen, zum Beispiel markante Bäume, an denen die flotten Baumhirten auf die warten, die etwas mehr Zeit brauchen. Erst wenn alle wieder zusammen sind, geht es weiter.

ca. 9.00 Uhr: Morgenkreis und Frühstück

Am Waldplatz angekommen, starten wir mit dem Morgenkreis in den Tag. Dazu sitzen alle auf ihren Sitzmatten im Kreis. Wer sucht ein Lied aus? Wer möchte in unsere Morgenkreiskiste schauen? Hier finden die Kinder Material, das ihnen dabei hilft, den Tag zu strukturieren. Es sind drei bemalte Stöcke da? Aha: Es ist also der dritte Tag in der Woche. Und wie heißt der? Oh, ein Buch: Wer möchte, kann also später einer Geschichte lauschen. Wie viele Kinder sind denn heute da? Einige Kinder möchten die Zahl auf eine kleine Tafel schreiben und allen zeigen. So oder ähnlich läuft der Morgenkreis ab. Wer mal muss, geht anschließend noch eben an den dafür bestimmten Baum und ab geht es zum Händewaschen. Dazu hängen ein Wasserkanister und eine Wäscheleine mit Handtüchern. Danach treffen sich alle wieder im Kreis und packen ihren Proviant aus.

ca. 9.45 Uhr: Freispiel und Angebote

Nach dem Frühstück ist Freispielzeit. Die wird von den Kindern auf unterschiedlichste Weise genutzt. Die einen klettern, andere bauen mit Stöcken, wieder andere mahlen feinstes Steinmehl. Gemütlich in der Hängematte schaukeln macht genauso viel Spaß wie Fangen spielen. Auch im Wald stehen "Klassiker" wie "Mutter-Vater-Kind" oder Fußball hoch im Kurs. Das Schöne: Selbst ohne vorgefertigtes Spielzeug finden die Baumhirten alles, was sie für ihr Spiel brauchen in der Natur. Daneben bietet das Team immer wieder verschiedene Aktionen an. Das kann die Arbeit mit Werkzeug sein. Manchmal geht es auf Spurensuche. Im Winter wird wild gerodelt. Mandalas aus Naturmaterialien, Vorlesen, Lieder, Fingerspiele – die Angebote sind so vielfältig, das jedes Kind etwas zum Mitmachen findet. Einige Bücher und Malsachen sind meist im Bollerwagen dabei.

ca. 12.00 Uhr: Abschlusskreis

Im Abschlusskreis kommen wir kurz vor Beginn der ersten Abholzeit zusammen. Wir verabschieden den gemeinsamen Tag mit Gesang und Spiel. Dann kommen auch schon die ersten Eltern und holen ihre kleinen Baumhirten ab.

12.15  - 12.45 Uhr: erste Abholzeit

Nach dem Abschlusskreis ist die erste Abholzeit. Im Anschluss starten die Kinder, die länger bleiben, mit dem Imbiss.

ca. 13.00 Uhr: Imbiss

Wer zum Mittagessen bleibt, setzt sich mit den anderen zusammen in die Runde und packt seinen Proviant aus. Ein warmes Mittagessen können wir vom Kindergarten aus nicht stellen. Jeder bringt also Köstlichkeiten von zu Hause mit.

ab 13.30 Uhr: der Nachmittag

Nach dem Imbiss spielen die kleinen Baumhirten noch, bis sie abgeholt werden. Das Angebot reicht wie am Vormittag von Freispiel bis zu verschiedenen Aktionen.

13.30 Uhr bis 14.30 Uhr: zweite Abholzeit

Die zweite Abholzeit beginnt um 13.30 Uhr und endet um 14.30 Uhr. Es ist sehr wichtig, bis 14:20 Uhr da zu sein, da Eltern und Kinder so genügend Zeit haben, den Kindergartentag abzuschließen und das Team um 14:30 Uhr nach Hause geht. Dann ist unser Tag im Wald beendet.

Im Allgemeinen gehen wir jeden Tag bei Wind und Wetter in den Wald. Frei nach dem Motto, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Allerdings ist bei bestimmten Wetterlagen und Konstitutionen der Kinder ein Geländetag, oder eine verkürzte Zeit im Wald obligatorisch. Denn Im Winter ist es den neuen Krabbelkäfern, unseren unter 3-jährigen, noch zu kalt für den ganzen Tag, oder es stürmt zu sehr, oder gewittert gar. An solchen Tagen bleiben aber auf jeden Fall die Bring- und Abholzeiten, sowie die Essenzeiten bestehen.  

 

Auszeit vom Alltag im Wald

So schön es im Wald ist, so sehr freuen sich die Baumhirten auch über Besonderheiten, die den Kindergartenalltag durchbrechen. Verschiedene Aktionen, Feste und Ausflüge bieten immer wieder Abwechslung.

Spielzeugtag

An jedem ersten Freitag im Monat heißt es zum Beispiel "Spielzeugtag". Dann bleiben wir auf unserem Gelände. Jedes Kind darf ein Spielzeug von zu Hause mitbringen, es den anderen zeigen und den Tag damit gestalten. Von der Lieblingspuppe bis zum Feuerwehrauto reichen die Mitbringsel und sorgen für viel Spaß und Trubel.

Fahrzeugtag

Vor manchen Spielzeugtagen kündigt das Team einen Fahrzeugtag an. An diesem Tag darf man ein Fahrzeug von zu Hause mitbringen, oder sich eines der Kitafahrzeuge leihen. An diesen Tagen fahren wir gerne auf dem Gelände des Freizeitparkes umher, oder gemeinsam über die Waldwege. Helmpflicht besteht in unserer Kita dabei für Fahrräder, Laufräder und Skateboards.

Geburtstag ist Thementag

Natürlich wird an Geburtstagen kräftig gefeiert. Das Geburtstagskind übernimmt, wenn es möchte, viele Elemente der Tagesplanung. Mit Kuchen, Muffins, Obstspießen oder anderen Köstlichkeiten wird der besondere Tag auch kulinarisch gewürdigt. Die Kinder dürfen an Ihrem Ehrentag solch einen, auch gerne süßeren Schmaus mitbringen. Außerdem sucht sich das Geburtstagskind ein Tagesthema aus. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Wir feiern Feuerwehrgeburtstage genauso wie Farben-Partys oder Superhelden-Feste. Passende Spiele, Kinderschminken und Lieder sorgen für einen abwechslungsreichen Rahmen zu Ehren des Kindes. Hier lässt sich das Team immer wieder etwas Tolles einfallen.

Mit Festen durch das Jahr

Eingebettet in die kulturellen Hintergründe der einzelnen Familien und unser aller Umfeld, feiern wir gemeinsam die wichtigsten Feste, um am Leben der Familien in der Gemeinschaft Teil zu haben/nehmen. Als konfessionsloser Kindergarten richten wir uns nach den Festen der Mitglieder. Ob Karneval, Ostern oder Weihnachten – wir feiern die großen Jahresfeste. Meistens arbeiten dabei Eltern, Team und Kinder zusammen. So gibt es etwa in jedem Jahr einen kleinen aber feinen und besonders stimmungsvollen Martinszug durch das Waldgebiet Josefstal. Selbstgebastelte Laternen, Fackeln, Ross und Reiter sorgen für das passende Ambiente. Die Kinder spielen auf einer Waldlichtung ein Martinsspiel. Im Anschluss kommen alle auf dem Gelände um das Martinsfeuer zusammen. In den Tagen und Wochen vor dem jeweiligen Fest beschäftigen sich die Kinder schon zum Beispiel im Morgenkreis oder in den Gruppen mit Hintergründen, Spielen oder Liedern.

Einmal im Jahr zelten Väter und Kinder im Josefstal

Das jährlich stattfindende Vater-Kind-Zelten sorgt für viel Action im Josefstal. Den Nachmittag verbringen Väter, Kinder und Teile des Teams gemeinsam. Es gibt Spiele und Gemeinschaftsaktionen. So wurde z.B. von den Vätern und Kindern gemeinsam ein Piratenschiff aus Materialien des Waldes gebaut, oder eine Ballbahn zum herunter kugeln auf einem der Waldplätze erstellt. Zum Abend hin gibt es meist eine Nachtwanderung. Danach kommen alle am Feuer zusammen, grillen, spielen und quatschen, bis alle müde ins Zelt fallen.

Ausflüge und Besuch

Feuerwehr, Backstube, Zoo, Balkhauser Kotten, Theater – die Ziele unserer Ausflüge sind ganz unterschiedlich. Unsere Vorschulkinder, die Eulen, sind zudem kurz vor dem Ende ihrer Kindergartenzeit "exklusiv" auf einem eigenen Abschiedsausflug unterwegs. Schallt es morgens "Polizei, Polizei" durch den Wald in Aufderhöhe, ist niemand in Not. 20 kleine Baumhirten warten nur gespannt auf den Besuch des Ordnungshüters der städtischen Verkehrserziehung und begrüßen ihn lautstark schon von weitem. Ähnlich geht es übrigens der Feuerwehr und auch dem Nikolaus.

So bleiben wir in Kontakt

Einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt. Hier berichtet der Vorstand über das vergangene Kindergartenjahr und gibt einen Ausblick auf Kommendes. Außerdem werden die Gremien gewählt und Elternarbeit verteilt.

Elternabende finden mal als Vortrag, zum Beispiel zu Erziehungsthemen, mal als Rückblick aufs Kindergartenjahr statt.

Ganz individuelle Informationen zum jeweiligen Kind bekommen Eltern in Einzelgesprächen mit der jeweiligen Bezugsperson aus dem Team. Diese Elterngespräche gibt es regelmäßig im Jahr. Darüber hinaus können Eltern jederzeit Gesprächstermine nach Bedarf vereinbaren.

Auch beim Abholen informiert das Team Eltern, wenn der jeweilige kleine Baumhirte zum Beispiel etwas Besonderes, Kummer oder Freude erlebt hat.

Für Notfälle hat das Team immer ein Waldhandy dabei. So können sie Eltern informieren, sollte ein Kind zum Beispiel krank werden. Auch andersherum können Eltern die Pädagogen informieren, wenn sich etwa die Abholsituation ändert oder ähnliches.

Infos zu Aktionen, Elternabenden, Festen, etc. bekommen die Eltern sowohl über den Schaukasten, als auch per Email zur Verfügung gestellt.

Es hat sich in der Elternschaft bewährt per Social Media vernetzt zu sein. Wir empfehlen den Messenger Threema für diese Zwecke. Da der Sitz der Firma innerhalb Europa liegt und die Datenschutzvereinbarung der EU eingehalten werden. Bei dieser Empfehlung handelt es sich um kein muss! Die Elternschaft organisiert sich da selber.

Das Team macht sich außerdem die Mühe, Euch einen Newsletter zu den Aktionen in der Kita per Mail zu senden. So seid Ihr auch immer mit dabei.