Tag im Wald

„Lass dich nicht unterkriegen, sei wild und frech und wunderbar!“

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Alltag im Waldkindergarten

Der tägliche Aufenthalt in der freien Natur unterstützt eine positive Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmung in den Bereichen Grob- und Feinmotorik, Koordination, Wahrnehmung und Tiefensensibilität.

Befürchtungen, der Übergang vom wilden Waldleben in den zivilisierten Schulalltag könnte Waldkindern schwerfallen, haben sich nicht bestätigt. Eine Befragung von Grundschullehrern ergab, dass gerade diese Kinder weniger Probleme mit Ruhigsitzen und Konzentration haben. Der Studie zufolge sind Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, auf schulische Anforderung besser vorbereitet als Kinder, welche einen Regelkindergarten besucht haben. Alle pädagogischen Ziele eines Regelkindergartens sind auch in einem Waldkindergarten erreichbar, aber „darüber hinaus noch viel viel mehr!“ Bei diesem „mehr“ geht es nicht nur um einen anderen Umgang mit Natur. Vielmehr werden besonders die Konzentrationsfähigkeit und das „Zuhören können“ entwickelt, sowie das Sozialverhalten positiv beeinflusst.

Kinder im Waldkindergarten haben weniger Unfälle und fallen sicherer. Beim täglichen Spiel wird möglichen Haltungsschäden vorgebeugt, denn der Bewegungsraum “Wald” stellt vielfältige Anforderungen an den Körper. Alle Teile der Muskulatur werden beansprucht, so dass sie sich gleichmäßig ausprägt und den Knochenbau in ausgewogener Weise unterstützen kann. Vor allem Unebenheiten fördern die Balance und somit eine gute, aufrechte Haltung.

Kinder brauchen unfertige Ecken!

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Da die meisten Waldkindergärten konzeptionell kein konventionelles Spielzeug mit „vorgeschriebener“ Bedeutung nutzen und die Kinder mit Naturgegenständen spielen, wirkt sich die Waldpädagogik auch auf die Sprachentwicklung unterstützend aus, weil sich die Kinder über Bedeutung von Gegenständen und das Spielgeschehen häufiger verbal austauschen.

Besonders hervorzuheben ist der soziale Zusammenhalt in der Gruppe, da man im Wald aufeinander angewiesen ist. Die Kinder lernen einander zu helfen und aufeinander zu warten.

Der Kindergarten ohne “Tür und Wände“ bietet offenen Raum. Die Stille im Wald hat einen unschätzbaren Wert. Sie beugt Aggressionen vor, fördert das Konzentrationsvermögen und letztendlich die seelische Stabilität. Im Waldkindergarten sind Kinder und Pädagogen generell weniger lärmbelastet als in geschlossenen Räumen. Man schließt auf einen Zusammenhang zwischen Lärmbelastung im Kindergarten und erhöhtem Stress bei Kindern und Erziehern.

Festgestellt wurden auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem von Kindern und Erziehern durch den stundenlangen Aufenthalt im Freien. Frischer Luft und voller Lebensfreude “Wind und Wetter“ ausgesetzt zu sein, stärkt das Immunsystem am besten und beugt Allergien vor.

Im Wald kann man die Natur ganz bewusst und hautnah erleben. Die Kinder lernen, in der Natur zu leben und sorgsam mit ihr umzugehen. Riechen, Fühlen, Hören, Sehen, Schmecken – im Wald werden alle Sinne der Kinder natürlich und vielseitig angeregt. Er ist ein idealer Platz, Neugierde und Forschergeist auszuleben, zu spielen, toben, träumen, staunen, lachen und zu matschen. Die Phantasie hat freien Lauf. Im Wald gibt es kein vorgefertigtes Spielzeug. Die eigenen Erfahrungen mit allen Sinnen geben Selbstwertgefühl und fördern Kreativität und Phantasie der Kinder.

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1. Das nehmen alle mit:

  • eine Isomatte
  • ein Getränk (nichts Süßes) in einer Trinkflasche (dort können keine Insekten hinein)
  • ein ausgewogenes und gesundes Frühstück (Süßigkeiten sind nicht erlaubt)

2. Das ziehen wir im Sommer an:

  • langarmige T-Shirts und lange Hosen (gegen Zecken, Mücken, Brennnesseln, Dornen und die Sonne)
  • eine Sonnenmütze
  • feste Schuhe (mit Sandalen kann man nicht klettern)

3. Das tragen wir wenn es kühler wird:

  • praktisch ist der Zwiebellook. Wir tragen mehrere Schichten Kleidung übereinander, das hält im Winter warm und in der Übergangszeit kann man dann auch mal wieder etwas ausziehen
  • Schuhe, die regendicht und warm sind (dürfen nicht zu klein sein, sonst frieren die Füße trotz dicker Socken)

4. Das tragen wir bei Regen:

  • gute, dichte Gummistiefel
  • Regenhose und Regenjacke
  • zu empfehlen ist auch ein Regenhut mit Krempe

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5. Damit die Zecken keine Chance haben…

  • tragen wir lange Hosen mit engen Bündchen („Socken über die Hosenbeine“ hat sich bewährt)
  • ziehen wir geschlossene Schuhe an
  • benutzen wir eventuell ein Zeckenschutzmittel
  • werden wir nach dem Kindergarten zu Hause nach Zecken abgesucht
  • schütteln wir die Waldklamotten aus (am besten über der Badewanne)

6. Was die Erzieher im Bollerwagen haben…

  • Seile
  • Malutensilien
  • Erste-Hilfe-Tasche
  • Waldhandy
  • Toilettenpapier
  • Bestimmungsbücher
  • Bilderbücher
  • Wasser zum Hände waschen

7. Bei Sturm, Schnee oder wenn es…
über lange Tage heftig regnet oder die Temperaturen über längere Zeit sehr niedrig sind, gehen wir in unsere kuscheligen Blockhütten.

8. An jedem ersten Mittwoch im Monat….
ist unser Spielzeugtag. Egal ob Puppe oder Drache, jedes Spielzeugdarf mit. Ausgenommen davon sind jedoch Kriegsspielzeuge.


9.Elterngespräche:

  • Elternabende (siehe Terminaushang)
  • Telefongespräche mit den Erziehern (bei Dringlichkeit)
  • individuelle Elterngespräche finden nach Terminvereinbarung regelmäßig statt

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10. Betreuungszeiten:
Morgens können die Kinder frühestens um 07.30 Uhr bis spätestens 08.30 Uhr gebracht werden. Danach geht es dann zeitig in den Wald. Achtet bitte auf Pünktlichkeit. Um 12.30 Uhr kann zum ersten Mal abgeholt werden. Besonders für unsere Krabbelkäfer hat sich die frühe Abholzeit gut bewährt. Zwischen 13.30 Uhr und spätestens 14.30 Uhr werden dann auch die restlichen Baumhirten abgeholt.

11. Krankheit

  • wenn das Kind krank ist, wird es spätestens morgens bei Kindergartenbeginn durch einen Anruf auf das Waldhandy abgemeldet.
  • wenn ein Erzieher krank ist, sind wir auf Elterninitiative angewiesen. Bitte seid bereit, einen Erzieher im Notfall zu ersetzen – dabei wird natürlich Eure jeweilige persönliche Möglichkeit (Arbeit, kleine Geschwisterkinder, etc.) berücksichtigt. Bisher ist es immer gelungen, eine Vertretung zu finden. Springerlisten hängen im Schaukasten.

12. Sonstige Aktivitäten

  • wir unternehmen im Jahr mehrere Ausflüge, z.B. in den Tierpark, in Betriebe und öffentliche Einrichtungen (Bücherei, Circus, etc.)
  • wir nehmen regelmässig am Programm der „grünen Meilen“ teil
  • es gibt ein Sommerfest, ein St. Martinsfest, ein Weihnachtsfest, Vorschulkinder übernachten im Kindergarten, uvm.
  • wir backen und kochen regelmässig auf dem Gelände der Blockhütten

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